RASENRAKEL

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    Ein Rasenrakel – auch Level Rake oder Nivellierrechen genannt – ist ein Werkzeug zum Einebnen von Rasenflächen und zum Einarbeiten von Sand und Topdressing. Unser Rakel hat einen geschraubten Edelstahlrahmen, 90 cm Rakelfläche (erweiterbar auf 1,80 m) und T-Griff für rückenschonendes, aufrechtes Arbeiten.

    Wozu ein Rasenrakel?

    Ein wirklich ebener Rasen ist mehr als Optik. In Senken sammelt sich Wasser und begünstigt Staunässe und Moos; auf Kuppen wird der Rasen beim Mähen skalpiert. Wer mit niedrigen Schnitthöhen arbeitet – etwa mit einem Spindelmäher – merkt jede Unebenheit sofort im Schnittbild. Das Rasenrakel gleicht diese Unebenheiten nach und nach aus: Das Metallgitter verteilt Sand oder Substrat gleichmäßig über die Fläche, füllt Löcher und Senken und lässt die Grashalme dabei unbeschadet durchstehen.

    Typische Einsätze sind das Einarbeiten von Sand nach dem Aerifizieren oder Vertikutieren, das Ausbringen von Topdressing, das Einebnen von Maulwurfshügeln und die Vorbereitung eines feinen, planen Saatbetts vor der Nachsaat.

    Geschraubt statt geschweißt – darum ist unser Rakel gerade

    Beim Schweißen von Edelstahl entsteht Hitze, und Hitze bedeutet Verzug: Das Material dehnt sich aus, zieht sich beim Abkühlen zusammen und verzieht dabei den Rahmen – oft nur um wenige Millimeter, aber bei einem Werkzeug, dessen einzige Aufgabe eine plane Fläche ist, sind wenige Millimeter entscheidend. Deshalb schrauben wir den Rahmen unseres Rasenrakels, statt ihn zu schweißen. Was ohne Hitze gefügt wird, verzieht sich nicht. Das Ergebnis ist eine Rakelfläche, die tatsächlich gerade ist – und ein gerades Werkzeug ist die Voraussetzung für eine gerade Fläche.

    Aufrecht arbeiten statt fegen

    Die meisten Rasenrakel führt man mit einer Bewegung wie beim Fegen – gebeugt, mit seitlichem Schwung aus dem Oberkörper. Auf einer größeren Fläche geht das in den Rücken. Unser Rakel hat deshalb einen T-Griff am Stiel: Du schiebst und ziehst das Gerät aufrecht stehend vor und zurück, die Kraft kommt aus den Armen statt aus dem gebeugten Rücken. Gerade beim Einarbeiten von Topdressing, das in mehreren Bahnen kreuzweise geschieht, macht das den Unterschied zwischen einer angenehmen Stunde im Garten und einem verspannten Abend danach.

    Durchdacht bis ins Detail

    Der Rahmen besteht aus Edelstahl, die Rakelfläche misst 90 × 25 cm. Wer sehr ebene Flächen anstrebt, erweitert sie mit den anschraubbaren Verlängerungen beidseitig auf eine Arbeitsbreite von 1,80 m – je breiter die Auflage, desto planer das Ergebnis. Die Verlängerungen spielen ihre Stärke auf bereits weitgehend ebenen Flächen aus, wenn es um den letzten Feinschliff geht.

    Der 1,60 m lange Stiel besteht aus pulverbeschichtetem Stahl in Anthrazit. Er wird zweiteilig geliefert und mit zwei Schrauben montiert – das passende Werkzeug liegt bei. Am Rahmen selbst wird der Stiel werkzeuglos befestigt: Für die Aufbewahrung nimmst du ihn in Sekunden wieder ab, und das Rakel verschwindet platzsparend im Regal statt sperrig in der Ecke.

    Für alle, die ihren Stiel lieber selbst wählen, gibt es das Rakel auch als Variante ohne Stiel. Ein handelsüblicher Holzstiel passt – beachte dabei, dass für die Befestigung zwei Bohrungen in den Holzstiel gesetzt werden müssen.

    So arbeitest du mit dem Rasenrakel

    Vor dem Rakeln wird der Rasen kurz gemäht und idealerweise aerifiziert oder vertikutiert – so gelangt der Sand in die geöffnete Grasnarbe und in die entstandenen Kanäle, wo er die Drainage dauerhaft verbessert. Dann den Sand oder das Topdressing in dünnen Schichten ausbringen: Die Gräser müssen durch die Schicht hindurchwachsen können, mehr als etwa ein Zentimeter auf einmal sollte es nicht sein. Größere Senken füllst du lieber über mehrere Durchgänge im Abstand einiger Wochen. Eingearbeitet wird kreuzweise – erst in Bahnen in eine Richtung, dann quer dazu. Das Gitter verteilt das Material dabei von selbst in die tieferliegenden Stellen; du führst das Rakel nur ruhig über die Fläche.

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